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Wissenswertes

 

 

A

ADDITIONNER

Der Gegner hat keine Kugeln mehr aber man selber hat noch welche um das Ergebnis zu verbessern. Syn.: ajouter, remplir le sac.

ANGLAIS (point de l)

Wird ein Punkt genannt, der nicht gut erscheint, sich aber schließlich als schwer zu gewinnen herausstellt.

AJOUTER

Hinzufügen; weitere Punktgewinne erzielen, nachdem der Gegner bereits alle seine Kugeln verspielt hat.

ARRIVER en chandelle

Sagt man zu einer perfekt gespielten Kugel, die den Punkt macht.

ARRONDIR

Der Kugel mit dem Handgelenk eine Drehung geben, was beim Schießen die Chancen zum Erzielen eines Carreau erhöht.

ARROSER

(wörtlich : naßmachen, begießen): Mit Erfolg auf alles schießen, was rumliegt.

ASSOMMER

Eine Kugel extrem hoch spielen, dass sie am Boden quasi so nah wie möglich am Ziel einschlägt. Syn.: sécher, bloquer, envoyer.

AVANTAGE (avoir l)

Im Vorteil sein; mehr Kugeln auf der Hand haben als der Gegner (Kugelvorteil)

( Envoyer un ) AVION

Ohne zu wollen eine Kugel sehr kräftig spielen, mit welchem Ergebnis auch immer. Syn.: bombe, train, TGV.

AVOIR LE BATI ( oder bati-bati )

Ein Spieler, der Angst hat, gestresst ist in einer bestimmten Situation und dem es nicht gelingt, die dreizehn zu legen. Syn: avoir 40 de fièvre, avoir les commissions dans le filet, avoir le pendule, la tracante, être cardiaque, caguer aux brailles.

 

B

BACÉLER

Eine Kugel mit voller Kraft wegschießen

BAISER FANNY

Fanny küssen; eine Partie ohne Punktgewinn, also 0:13 oder 0:15, verlieren; auch: faire fanny, embrasser fanny

BALAYER

Per Reglement verbotene Präparation des Geländes wie Hindernisse aus dem Weg räumen oder die „Donnée platt machen“.

BARRAGE

Schleuse: Ausscheidungsspiele bei einem Turnier zur Erreichung einer günstigen Teilnehmerzahl (8, 16, 32, 64)

BELLE (faire la)

Das Entscheidungsspiel austragen

BÉNI: adj.

Mit viel Glück spielen

BIBERON

Schnuller: Eine Kugel wird direkt an das Schweinchen gelegt, das nennt man Biberon. Man macht ein „bibe“. Syn: embouchonner, têter, faire un têtard, un têton.

BILLE

Kugel mit kleinem Durchmesser

BLESSER

Eine Kugel trotz Treffer nicht weit genug wegschießen

BORDURES ( faire les )

Kleine bzw. leichte Turniere spielen, bei denen keine allzu starken Gegner zu erwarten sind, um möglichst erfolgreich abzuschneiden.

BOUCHON

Zielkugel

BOULE DEVANT, BOULE D'ARGENT

Eine kurz gespielte Kugel, die genau im Weg liegt, ist besser als eine Kugel hinter dem Ziel.

BOULE SÈCHE (tirer une)

Eine bestimmte Kugel aus einem Haufen Kugeln herausschießen, ohne die anderen zu berühren.

BOULISTE

Boules-Spieler, Kugel-Spieler

BOULODROME

Kugelbahn; extra angelegter Boules-Platz

BOULOMANES

Boules-Spieler, Freunde des Boules-Spiels

BOURRE ( tirer la bourre )

Immer bis zum Ende spielen, nie teilen wollen, z.B. im Halb- oder Finale. In Frankreich ist das Teilen, wenn es spät wird oder Wetterbedingt nicht unüblich.

BRANCHER

Den Gegner mit irgendwelchen Bewegungen in seinem Blickbereich zu irritieren, z. B. die Hände bewegen oder sonstiges tun, um den gegnerischen Spieler in seiner Konzentration zu stören. Ist nicht erlaubt und unsportlich. Syn.: embrouiller, faire la chanson.

BRAQUAGE

Ablenkungsmanöver durch Anstarren des Gegners, während dieser spielt (verboten).

BRAS-CASSÉ

schlechter "tireur"

BUT

Zielkugel: Holzkugel, meist aus Buchsbaum

Synonyme: bouchon, cochonnet, petit, gari, chonbou.

 

C

CADRAGE (partie de)

Ausscheidungsspiel (siehe barrage)

CADRE

Jeu cadré: Spielfläche, die durch Auslinien abgegrenzt ist, außerhalb derer Kugeln und Sau ungültig sind. Spielfläche, innerhalb derer die Sau zu Beginn jeder Aufnahme geworfen werden muss. Spielfeld beim Boule Lyonnaise

CAGADE

Eine Kugel verfehlen und dabei auch noch alles erdenkliche Unheil zu seinem eigenen Nachteil anrichten

CANARD ( était toujours vivant... )

Wird manchmal gesagt, um den Gegner ( auf nette Art ) zu irritieren; wenn man kurz vor einer Niederlage steht, der Gegner aber noch nicht gewonnen hat, z. B. "um halb sechs war die Ente noch am Leben"

CARAMBOLAGE

Zusammenstoß; ein Wurf, bei dem durch eine Kugel mehrere andere versetzt werden.

CARDIAQUE

Nennt man Spieler, die keinen (Leistungs-) Druck aushalten.

CARESSUR (une boule)

Eine Kugel streicheln (oder streifen), ohne ihre Position zu verändern.

CARREAU

Der perfekte Schuss. Deine Kugel trifft die gegnerische und nimmt exakt deren Platz ein. (carreau sur place) Synonyme: Arrêt, oeuf, brique, boîte, molinello, fly, flash, gel, rustine, ratamaù

CARREE (faire une)

Ein Spieler hintergeht seine Partner und spielt für den Gegner.

CASQUETTE

Die Schusskugel landet auf dem Kopf der angepeilten Kugel, ohne deren Position wesentlich zu verändern ( auf deutsch: Mütze ).

CASSER

Eine Kugel mit viel Kraft werfen ("casse le jeu", casse le bouchon" oder "casse la boule")

CASSER LE BRAS

Den Arm brechen: "aus der Fassung bringen" irgendetwas stört den "tireur", so dass dieser nicht mehr trifft ("il me casse le bras").

( Jouer le ) CATENACCIO

Sagt man über eine Mannschaft, die nie schießt, immer verteidigt. Ursprünglich war das die Bezeichnung für das Spielsystem der italienischen Fußballnationalmannschaft.

CERCLE

Abwurfkreis

CHANGE LA COULEUR!

Wechsel die Farbe! Aufforderung an den Partner, ein "carreau" zu machen.

CHARGÉE

Werden Kugeln genannt, die mit irgendwelchen verbotenen Substanzen gefüllt sind, um ihre Spieleigenschaften zu verbessern, z.B. mit Quecksilber, Öl oder Sand. Syn.: pleine, farcie, fadée.

CHATTARD

Spieler, der andauernd Glück hat.

CHIFFON

Lappen: unentbehrlich zum Reinigen der Kugeln vor jedem Wurf

CINÉMA (faire du)

"Theater spielen"; mit viel Getue und Gesten spielen (auch: faire le cirque)

CISEAU ( Schere )

So werden Schüsse genannt, die ähnlich wie beim Billard zwei oder mehrere Kugeln treffen, die nicht in einer Linie liegen.

COCHONNET

Schweinchen, Zielkugel

COLLER À UNE BOULE

Eine Kugel so spielen, dass sie an einer anderen anlehnt oder "klebt" ("boules collées")

COMPLÉMENTAIRE

Zusatzwettbewerb (für bereits ausgeschiedene oder zu spät gekommene Mannschaften)

CONCOURS DE BOULES

Boules-Wettbewerb (Turnier)

CONSOLANTE

Trostrunde (von "consoler" = trösten)

CONTRE (faire un)

Konter, wenn nach einem gelungenen Schuss die getroffene Kugel noch einige andere herumliegende Kugeln verschiebt.

CONTRE SEC

Wenn man eine Kugel schießt, sie trifft und damit exakt die Eigene rauskontert, die den Punkt hatte. Syn.: contre-carreau.

CORNICHON

Kleine Gurke; selten gebräuchliche Bezeichnung für die Zielkugel

COUP DE MAIN

Die Kugeln so loslassen, dass sie durch Innen- oder Außendrall der Hand einen ungewünschten Effet erhalten; allgemein kann man sagen, dass Rechtshänder meistens die Tendenz haben, ihre Kugeln nach links zu verziehen, während das bei Linkshändern genau umgekehrt ist.

COUPER

Wenn die Gegner mehrere Punkte liegen haben und man durch eine eigene gut gelegte Kugel die Punktzahl reduziert. Syn.: limiter.

CROCHET

Haken: Wenn man eine Kugel wirft und sie nicht richtig los lässt, weil man die Hand nicht öffnet.

 

D

DÉFENDRE LE POINT

Eine gut gelegte Kugel verteidigen, indem man die vom Gegner besser gelegten wegschießt.

DÉMARQUER

Sich selbst einen sicheren Punkt kaputt machen.

DEMI-PORTÉE

Die gebräuchlichste Wurfart, bei der die Kugel in mittlerer Höhe und einer variablen Distanz zwischen Wurfkreis und Ziel gespielt wird. Syn.: Demi-donnée.

DÉMONSTRATION (faire une)

Einen Gegner ,"vorführen"; deklassieren

DEVANT de boule

Eine Kugel exakt vor eine gegnerische legen, damit die eigene näher am Cochonnet liegt.

DÉSASTRE

Katastrophe: pathetische Bezeichnung einer ungünstig verlaufenden Spielphase

DISPERSANTE

Man spielt eine "Zerstreuende", wenn der Gegner alle Kugeln gespielt und das Spiel dicht gemacht hat, als rafle oder demi-rafle um das Spiel aufzumachen, damit man noch den einen oder anderen Punkt legen kann.

DONNÉE

Der Aufschlagpunkt einer Kugel auf dem Gelände, von wo an sie zu rollen beginnt.

DOUBLETTE

Mannschaft aus zwei Spielern bestehend mit je drei Kugeln.

 

E

ECLATER; ECLAIRCIR LE JEU (auch écarter le jeu)

Mit einem einzigen Schuß mehrere Kugeln in der Nähe der Zielkugel treffen und wegschießen.

EFFET ( donner de l'effet )

Einer Kugel absichtlich eine Links- oder Rechtsdrehung verpassen, damit sie sich nach dem Aufkommen auf dem Boden nach links oder rechts bewegt, um gegnerische Kugeln oder ein Hindernis zu umspielen.

ELIMINATION DIRECTE

K.O.-System; nach einer verlorenen Partie fliegt man raus.

EMBOUCHONNER

Siehe biberon. Einen biberon nach dem anderen machen

ENCADRER

Mehrmals auf eine Kugel schießen, ohne sie zu treffen; die Kugel wird von den Einschlaglöchern "eingerahmt".

ENVOYER LES PIEDS

Versuch, mit irgendwelchen Bewegungen die Gegner in der Konzentration zu stören oder einzuschüchtern. Sysn.: faire de la musique, du cinéma.

ÊTRE DE PETITE VIE

Sich mit wenig zufrieden geben. "Mit ein oder zwei Punkten je Aufnahme sind wir zufrieden: on est de petite vie".

 

F

FAIRE MARCHE ARRIÈRE

( Rückwärtsgang einlegen ) Ein Retro schießen.

FAIRE UN BON REPAS

Eine erfolgreiche Aufnahme machen.

FAIRE LES BOULES

Zur Ermittlung der Mannschaftszusammensetzung werfen alle Spieler gleichzeitig eine Kugel richtung Sau.

FAIRE UN RENARD

( einen Fuchs machen ) Einen schlechten Punkt legen. Syn.: faire un saucisson, pointer nulle part.

FANNY (embrasser, faire, baiser)

Eine Partie mit 13:0 beenden. Prendre Fanny dann, wenn man selber keinen Punkt gemacht hat. Syn.: tôle, rond, bague.

FER ( tirer au fer; tirer plein )

Eisenschuss. Die Kugel des Schießers trifft die gegnerische Kugel, ohne vorher den Boden zu berühren. Syn.: tirer de coup, tirer dans l'oeil ( ins Auge ) oder tirer dans la bouche ( in den Mund ).

FEU (faire du)

Eine Kugel, die beim Aufprall Funken versprüht.

FILIÈRE ( avoir la filière )

Einen Lauf haben, z. B. wenn eine Mannschaft bei den Auslosungen immer Glück hat, indem sie gegen nicht ganz so starke Gegner gelost wird. Syn.: prendre les bordures.

FRAPPER UNE BOULE; FROTTER

Eine Kugel wegschießen

FRISER LA CORRECTIONELLE

Wenn eine Kugel gerade noch an einer gegnerischen vorbeirollt, um den Punkt zu machen. Hätte sie die gegnerische getroffen, wäre die Partie zu Ende gewesen. Wird auch gesagt, wenn man eine Partie noch gewinnt, die eigentlich schon verloren war.

FUSÉE

( Rakete ) Wird gesagt, wenn eine Kugel mit sehr viel Kraft als rafle gespielt wird oder auch wenn eine Kugel bei der Bodenberührung auf etwas hartes trifft und dann wie eine Rakete losgeht. Syn.: envoyer un train.

 

G

GAGNE

Die Dreizehn, Synonym für den Gewinn einer Partie.

GAGNER le point

Den Punkt gewinnen; seine Kugel näher an die Zielkugel spielen als der Gegner

GALERIE

Gesamtheit der Zuschauern, die eine Partie verfolgen.

GARDER sa boule dans sa main

Die Kugel zurückhalten; sie beim Abwurf zu spät loslassen, wodurch sie zu hoch und nicht weit genug fliegt.

GARDER ses boules

Seine Kugeln einbehalten; d.h. sie nicht spielen, weil der Punkt bereits gewonnen ist und mit den restlichen Kugeln höchstens noch Unheil angerichtet werden kann.

GOUTTE À GOUTTE, AVOIR LE GOUTTE À GOUTTE

Sozusagen das Zipperlein haben in dem Sinn, dass man die Partie wohl verlieren wird. Syn.: le docteur qui me soigne, eh bien... il est malade ( mein Hausarzt... na ja, er ist krank ).

GRATONNER

Sagt man zu einer Kugel, die in ihrem Lauf von mehreren Hindernissen immer wieder abgelenkt wird.

GRIGNOTER

Pünktchen für Pünktchen vorankommen

GROS-BRAS

Ausgezeichneter Spieler, nur schwer zu schlagen

 

H

HANDICAP

Punktvorgabe, die einem schwächeren Gegner gewährt wird (aus dem Englischen)

HEUREUX

glücklich; mit Glück spielen

HORS JEU

Abseits: Eine Kugel, die das erlaubte Spielfeld verlässt.

   

I

IGNOMINIE BOULISTE

Wenn man eine völlig indiskutable Kugel spielt, große Katastrophe. Syn.: horreur des boules, Avoriaz.

INTERDIT

( verboten ) Gelände außerhalb des autorisierten Spielgeländes, wo Kugeln und Cochonnet aus sind.

 

J

JEU PROVENÇAL

Wird auf 15 bis 21 Meter gespielt; der "pointeur" macht einen Schritt aus dem Abwurfkreis und muss beim Abwurf auf einem Bein stehen; der "tireur" wirft die Kugel nach drei Laufschritten ab

JOUER

Spielen: gleichermaßen für "pointer" und "tirer" gebräuchlich

JOUER LA GAGNE

Die Dreizehn machen.

JOUER NATURE

Eine Kugel schön gerade spielen

 

 

L

LEVER, ENLEVER LA GAGNE

Versuch, dem Gegner die Dreizehn zu verhindern.

LMMJV

Trainingsweltmeister. Man muss alle Buchstaben einzeln aussprechen. Es ist ein Begriff, der von Tahiti stammt und jene Spieler meint, die unter der Woche souveräne Leistungen zeigen, aber am Wochenende, bei den Turnieren, nur noch klägliche Ergebnisse erzielen. Die Bedeutung von LMMJV: Es sind die Anfangsbuchstaben der französischen Wochentage: lundi, mardi, mercredi, jeudi und vendredi.

LUNETTE

( Brille ) Zwei Kugeln, die nahe beieinander liegen, mit einem einzigen Schuss entfernen.

LONG (être)

Zu lang spielen; die Kugel rollt hinter die Zielkugel.

LONGUE (jouer à la)

Andere Bezeichnung für "jeu provancal"

LYONNAISE

Spiel mit großen Bronzekugeln auf ganz ebener Spielfläche

 

M

La Main - Alles rund um die Hand -

MAIN OUVERTE

Mit der Hand unter der Kugel spielen, Handfläche nach oben.

JOUER SOUS LA MAIN

Normale Wurfhaltung, bei der der Handrücken nach oben zeigt, die Kugel von den Fingern mit der Handfläche nach unten gehalten wird.

LEVER LA MAIN

( Heb' de Arm hoch ) Hinweis, die Schusskugel hoch genug zu werfen, wenn eine verdeckte Kugel geschossen werden soll ( beim Schuß à la sautée ).

FAIRE LES MAINES

Quasi allein gegen die Gegner spielen.

CHANGEMENT DE MAIN

( Handwechsel ) Sagt man, wenn der Leger keine Kugeln mehr hat und der Schießer weiterlegen muss.

AVOIR DES MAINS DE PATI

Ungeschickt sein, zwei linke Hände haben.

M

MANGER ( BOUFFER ) LA FEUILLE

Bekommt ein Spieler gesagt, der für den Verlust der Partie verantwortlich ist ( beiß ins Gras! ).

MANGER LA TERRE

Das Maximum tun, um die Partie zu gewinnen.

MANQUER LE DÉPARTEMENT

Wird gesagt, wenn eine Kugel außerhalb des Spielfeldes landet.

MARQUER les boules (le but)

Striche machen, die um eine Kugel (oder die Zielkugel) in den Boden geritzt werden, um deren Position nach Verlagerung genau bestimmen zu können.

MARQUER

Einen oder mehrere Punkte haben und sie auf dem eigenen Konto verbuchen. Bei der Frage nach dem Spielstand nennt man zuerst die eigene Punktzahl und dann die des Gegners.

MÊLÉE (concours à la m.)

Wettbewerb, bei dem die Partner ausgelost werden.

MELONS

Sehr dicke Kugeln.

MÈNE

Zeitraum vom Sauwurf bis zum Spielen der letzten Kugel ( Aufnahme ).

MÉTRE

Metermaß

METTRE TABLE

( Den Tisch decken ) So schlecht spielen, dass es für den Gegner ein leichtes ist, die Aufnahme zu gewinnen.

MILIEU (jouer le)

Beim "triplette" die Spielposition zwischen dem "pointeur" und dem "tireur".

MIXTE

Wettbewerb, bei dem Männer und Frauen "doublettes" oder "triplettes".

MORDRE

Mit mindestens einem Fuß die äußere Linie des Abwurfkreises übertreten.

MORT(E) (le bouchon; la boule)

Aus, rollt die Zielkugel oder eine andere Kugel über die vereinbarte Spielfeldbegrenzung hinaus, so ist sie tot (sie ist aus dem Spiel und zählt nicht mehr)

MOZART ( c'est du )

Sowohl beim Schießen als auch beim Legen traumhaft schön spielen.

 

N

NOCTURNE (concours en)

adj. nächtlich; Wettbewerb, der nach Anbruch der Dunkelheit beginnt (unter Flutlicht).

NOYÉ

( Ertrunken ) Bezeichnung für den Verlust von Kugeln, die das Spielfeld verlassen.

NOYER le but

Die Zielkugel versenken; absichtlich oder unabsichtlich die Zielkugel so schießen, dass sie die vereinbarte Spielfeldbegrenzung überschreitet und die Aufnahme beendet.

NUL ( POINT NUL )

Wenn zwei Kugeln der gegnerischen Mannschaften die gleiche Distanz zur Sau haben.

 

O

OBLITÉRER

Einem carreau ein weiteres folgen lassen. Angebracht, wenn man statt Carreau den Begriff timbre ( Briefmarke ) benutzt.

OREILLE ( tirer sur l', toucher aux)

Am Ohr treffen; eine Kugel seitlich oben treffen. Die Franzosen haben alle möglichen Bezeichnungen für die Stellen, an denen sie eine Kugel treffen können: trifft er sie oben, so ist das auf den Kopf; streift er sie oben, so streift er die Haare; in der Mitte voll getroffen ist: voll in den Hintern; etwas seitlich ist in die Rippen, und trifft er von oben die hintere Hälfte, dann trifft er in den

Rücken.

 

P

PALET

Gelungener Schuss, bei dem die Schusskugel nahe an der Stelle liegen bleibt, wo sie getroffen hat.

PAQUET

Packet, Bündel; tirer dans le p. = in einen Kugelhaufen schießen; prendre un p. = ein ganzes Bündel Punkte (also viele)

PARTAGER

(Teilen) Sich mit den Gegnern darüber verständigen, sich z.B. ab Halbfinale oder Finale die ausgesetzten Preisgelder zu teilen und nur noch um die Pokale oder Meistertitel weiter zu spielen. Syn.: fader, aller au fade, couper, tout mettre dans le sac, s'arranger. Partie: Der Zeitraum eines Spiels, der notwendig ist, damit eine Mannschaft 13 Punkte macht.

PERDRE CONTRE PATÉ, JAMBON, BEURRE

Gegen eine Mannschaft verlieren, die normalerweise auf viel niedrigerem Niveau spielt als man selbst. Syn.: (Perdre) contre Pim, Pam, Poum; contre trois cabanons, se mouiller avec un parapluie.

PÉTANQUE

Aus dem provenzalischen "péd tanco", also "pieds tanqués" = die Füße zusammen

PETIT

Der Kleine; Zielkugel

PIÈCE (faire la)

Auslosen, welche Mannschaft anfängt.

PILETON (faire un)

Ein Carreau sur place schießen.

PLOMBER

Nennt man eine extrem hoch gespielte Kugel, die praktisch direkt nach der Bodenberührung liegen bleibt.

POINT (avoir le)

Den Punkt haben; der Zielkugel am nächsten liegen

POINTER

Im Unterschied zu "tirer" (schießen) der Versuch, möglichst nahe an die Zielkugel heran zu spielen; auf den Punkt spielen, legen, platzieren, punktieren, ranlegen, setzen

POINTEUR

Punktierer: Leger

PORTÉE

Die Kugel mit einem hohen Bogen spielen, damit sie nach dem Auftreffen am Boden nicht mehr weit bis zum Ziel hat.

PORTÉE DE LAPIN

Eine völlig unkontrolliert hoch gespielte Kugel, die überall runterkommt, nur nicht da wo sie sollte.

PORTER LES LISES

An Wettbewerben teilnehmen (seinen Einsatz zahlen) ohne jede Gewinnchance. Diese Unentwegten werden "PDM" genannt (Porteur de Mises).

POULE

Gruppe von drei oder vier Mannschaften, in der darum gespielt wird, wer im A - oder B - Turnier verbleibt.

POULE DE LUXE

Gruppe mit mindestens drei starken Mannschaften. Promenade de santé: leichte Partie.

POUSSETTE

Die Zielkugel oder eine Kugel anstoßen und günstig verschieben

PRÉPARER la donnée

Die Stelle, an der die Kugel aufschlagen soll, wird geprüft; häufig werden dabei unerlaubt Steine entfernt.

PUTAIN

(Hure, Nutte) In der Provence oft gebrauchter Ausruf, wenn ein Wurf nicht so gelungen ist wie erwartet.

 

Q

QUADRETTE

Spielformation beim "Boule Lyonnaise", vier gegen vier; die meisten großen Wettbewerbe werden in dieser Formation ausgetragen.

QUADRILLÉES (boules)

Kugeln mit vielen Rillen

 

R

RACLER

Eine Kugel so schießen, dass sie weit vor ihrem Ziel den Boden berührt. Syn.: ramasser, rapuguer, rafler, raspaille, rabaillette, bidoule.

RACLETTE / RAFLE (tirer à la)

Flachschuss (s.o.); der so spielende Schütze wird abfällig "racleur" genannt.

RAFLEUR

Spieler, der den "Schrappschuss" praktiziert; oft nicht gern gesehen, obwohl das Reglement diese Technik nicht verbietet.

RAIL

Gerät, mit dem man irreguläre Kugeln prüfen kann (z.B. gefüllte).

RAMI

Aktion, die ohne Glück nicht realisierbar wäre. Einen, dem so was öfter gelingt, nennt man "Ramirez".

RABAILLE / RABAILLETTE

Unpopulärer Flachschuss; die Kugel wird mit viel Wucht auf eine gegnerische zugerollt.

RECUIRE

Weichglühen; Kugeln werden nachträglich weichgeglüht, damit die Oberfläche nachgiebiger wird (verboten).

RECUL

Rückstoß: parabelförmiger Schuß, der mit 45 Grad-Winkel voll auf Eisen auf die Zielkugel trifft, sie raus schießt und dann selbst noch eine gewisse Strecke zurückläuft, z. B. zur Sau. Dieser Schuß ist noch anspruchsvoller und wenn gekonnt, schöner als ein Carreau.

RENTRER EN DEUX

(Zu zweit ankommen) Beim Legen eine eigene Kugel so anspielen, dass daraus zwei Punkte werden. Syn.: charger une boule.

REPRENDRE LE POINT

Nachdem der Gegner den Punkt gemacht hat, so legen, dass der Punkt wieder beim eigenen Team ist. Syn.: faire une reprise.

REPRISE (faire la)

Bei Gleichheit der Kugeln den Punkt gewinnen

RASPAILLE

Flachschuss

RÉTRO

Schuss, der nach dem Aufprall auf eine andere Kugel wieder Richtung Wurfkreis zurück kommt.

ROND

Abwurfkreis (35-50 cm Durchmesser)

ROULER

Rollen: Eine der drei Hauptwurfarten beim Legen neben ( portée und demi-portée)

ROULETTE (jouer à la)

Die Kugel vom Abwurfkreis bis zur Zielkugel rollen (s.o.)

 

S

SEPT (7) À DJÉ N'EN GAGNE DJÉ

Ausspruch, der benutzt wird, um sich aufzumuntern, wenn man 0:7 zurückliegt : wer 7:0 führt, der stets verliert. Syn.: 7 arrête oder, mit der neun – il en a neuf, il est dans l’oeuf.

SAUTÉE (tirer à la)

Schwieriger Schuß, weil die zu schießende Kugel hinter einer anderen versteckt liegt. In Frankreich wird, obwohl offiziell verboten, nach Turnieren oft noch ein „KYO“ gespielt, d. h. es werden auf zehn Meter Distanz zwei Kugeln so hintereinander gelegt, dass der Abstand der beiden nur max. 10 cm betragen darf. Die Spieler, die sich daran beteiligen, zahlen ihren Einsatz und wer am Ende die höchste Trefferzahl hat, gewinnt den Pott.

SE PAYER UN BEIGNET (UNE GAUFRE)

Zum Spaß was schwieriges versuchen, obwohl es dem Spiel nicht angemessen ist.

SÈCHER UNE BOULE

Eine Kugel so hoch spielen, dass sie nach dem Runterfallen liegen bleibt ohne weiter zu rollen (trockene Kugel).

SERRER LE JEU

Die Aufnahme ist schlecht gelaufen; man muss die wenigen verbliebenen Kugeln dazu benutzen, um ein größeres Fiasko zu verhindern (das Spiel eng machen).

SOUS-MAIN (jouer)

Die Kugel wird so geworfen, dass die Handfläche in Richtung Boden zeigt.

SUPER-MÊLÉE (concours)

Wettbewerb, bei dem für jedes Spiel ein neuer Partner ausgelost wird.

SUR-MAIN (jouer)

Die Kugel wird so geworfen, dass der Handrücken in Richtung Boden zeigt (etwa wie beim Kegeln); Gegenteil von "sous-main"

 

T

TABLE DE MARQUE

Wo man sich einschreibt und die Lizenz abgibt.

TAPER

Eine Kugel wegschießen

TAULE

(Kittchen) - Anderer Begriff für Fanny; à la taule (ab in den Knast!).

TENIR (FAIRE...)

Bei Zockpartien einem dritten, neutralen Spieler das eingesetzte Geld anvertrauen.

TENTIR le point

Den Punkt haben; der Zielkugel am nächsten liegen

TERMITE

Sagt man über einen ausgezeichneten Leger. Syn.: il mange le bouchon (er frisst die Sau).

TÊTE (prendre une boule sur la t.)

Eine Kugel oberhalb (am Kopf) streifen

TÉTÉ PAR LES LIMACES

Damit wird ein Spieler bezeichnet, der aufgrund seiner 'Lahmarschigkeit' keine Chance hat, eine Partie zu gewinnen.

TÊTE- À- TÊTE

Spiel einer gegen einen.

TIRER

Die gegnerische Kugel wegschießen.

TIRER à cul

Berühren sich zwei Kugeln und liegen sie vom Abwurfkreis aus gesehen in einer Linie, so schießt man auf die erste Kugel, damit die zweite wegfliegt.

TIRER au fer; TIRER plein fer; TIRER au ventre

Beim Schießen eine Kugel voll treffen, ohne vorher den Boden zu berühren.

TIRER cinquante devant

Einen Schuss so absichern, dass man etwa 50 cm vor der gegnerischen Kugel aufkommt, um nicht darüber zu schießen (wird nicht als Raffelschuss klassifiziert!).

TIRETTE (boulomètre à)

Messgerät mit einer ausfahrbaren Zunge für geringste Abstände

TIREUR

Schütze; er hat die Aufgabe, gegnerische Kugeln wegzuschießen.

TOUCHER (une boule, le but)

Eine Kugel oder die Zielkugel streifen

TOURNER une boule

Einer Kugel Effet verleihen, sie andrehen oder anschneiden, damit sie eine Links- oder Rechtskurve beschreibt.

TRAVAILLER

Einer gelegten Kugel Effet geben. Syn.: tourner, chanfreiner, remonter, donner le coup.

TRIPLETTE

Das Spiel drei gegen drei, 2 Kugeln pro Spieler; fast alle großen Pétanque-Wettbewerbe, auch die Weltmeisterschaften, werden in "triplette" ausgetragen.

TROU

Loch, daneben Schießen. Das „Trou normand“ hat allerdings nichts mit Pétanque zu tun. Es entsteht beim Essen, wenn man eigentlich schon satt ist, aber noch so viele leckere Sachen auf dem Tisch stehen, dann gönnt man sich eine Pause, trinkt vielleicht einen Calvados, um so wieder Platz (Loch) für weiteren Genuss zu schaffen.

 

V

VENTRE (tirer au)

In den Bauch schießen; eine Kugel voll treffen, ohne vorher den Boden zu berühren.

VRILLER (une boule)

Der Kugel eine starke Drehung geben, so dass sie sich fast wie ein Kreisel dreht.

 

W

WAGON

Sagt man zu einer Aufnahme, bei der der Gegner viele Punkte macht.

 

X

XXL

Nennt man extrem dicke Kugeln (auch: melons).

 

 
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