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Training

Warum wird trainiert?


Argumente

Einige Boulespieler sagen: "Das beste Training ist doch das Spielen. Und außerdem spiele ich Boule, um Spaß zu haben!" Mit dieser Einstellung kann man viel Freude am Boule haben. Man kann mit dieser Einstellung auch im Laufe der Zeit ein gewisses spielerisches Niveau erreichen. Häufig handelt es sich dabei aber um eine Qualität, die auf bestimmte Techniken, Partner und oder einem Terrain festgelegt ist. Einige Spieler wundern sich, wenn sie gegen vermeintlich unerfahrene oder schlechtere Spieler verlieren. Oder dass sie immer nur ein oder zwei Punkte machen, während die Gegner oft Päckchen machen können. Oft liegt es daran, dass sich "eingefahrene" Spieler nicht auf die Gegebenheiten oder ihren Gegner einstellen können. Es könnte natürlich auch etwas mit der Taktik zu tun haben. In der Tat werden viele Spiele durch taktische Falsch- oder Fehleinschätzungen verloren.

Die Taktik

Auch die richtige Taktik kann man trainieren, das Erkennen von Chancen und Gefahren ist dabei sicher einer der wichtigsten Punkte. Das Schöne an der Taktik ist, es ist die einzige Sache beim Boule die man fast zu hundert Prozent erlernen und anwenden kann. Technisch wird man bei aller Erfahrung und allem Training immer wieder aus unterschiedlichsten Gründen einmal versagen. Die richtige Taktik kann man aber immer anwenden. Deshalb ist das Trainieren der Taktik ein nicht zu unterschätzender Vorteil den man sich erarbeiten kann. Leider nützt die beste Taktik nichts, wenn die technischen Fähigkeiten diese àœberlegungen spielerisch umzusetzen fehlt.

Die Technik

Es kann aber auch große Freude machen, seine Technik zu vertiefen und damit zu verbessern und sein Repertoire zu erweitern. Das Spiel gewinnt plötzlich an Möglichkeiten, wenn man aus einem spielerischen Repertoire wählen kann. Oft bestimmt die Spielsituation oder das Gelände ob man flach, halb hoch oder hoch spielen muss. Manchmal bietet sich das Spiel aus dem Stand oder aus der Hocke an. In anderen Situationen ist die Entscheidung wichtig wie man den Schuss ausführen sollte, aluf Eisen oder doch lieber flach?

Wiederholung

Durch konsequentes Training verbessern sich die Auge-Hand und die gesamte Körperkoordination. Die Bewegungsabläufe für Techniken wie z.B. Hochportee festigen sich und durch immer erfolgreichere Ausführung der àœbungen, stabilisiert sich das Spielniveau und das Selbstbewusstsein in Turniersituationen steigt damit automatisch. Aber Achtung, wenn man versucht eine neue Technik zu erlernen oder seine bisher angewendete zu verbessern indem man seinen Bewegungsablauf oder z.B. die Kugelhaltung ändert, verschlechtert sich im allgemeinen am Anfang das Ergebnis. Leider brechen viele Spieler ihre Versuche etwas zu ändern deshalb sofort wieder ab. Einiges Potential geht aus diesem Grund wohl verloren.

Die Mannschaftsbildung

Nicht nur an der Spielstärke, sondern auch am Verhalten auf dem Platz erkennt man eine Mannschaft die trainiert hat. Ja, auch das Verhalten auf dem Platz sollte Teil des Trainings sein. Zeigt sich doch hier auch die Wertschätzung gegenüber dem Gegner und dem Spiel. Für Mannschaften ist es außerdem wichtig die Stärken und Schwächen der Partner zu kennen. Ein Team das nicht richtig harmoniert wird nie erfolgreich spielen können. Auch hierbei hilft das Training. Noch besser ist allerdings eine enge Beziehung der Spieler untereinander. Man sagt nicht umsonst, Pétanque fordert den ganzen Menschen.

Fazit

All diese Dinge kann man auch im Spiel erlernen, erkennen und verbessern. Das ist aber kein Training und deshalb dauert sehr viel länger, wir reden hier von Jahren. Beim Training geht es darum, die Fertigkeiten langfristig durch gezielte àœbungen zu schulen. Wenn es um die Schulung von Koordinationsfähigkeit oder das Eliminieren von Fehlern geht, muss man eine Kugel allerdings vielfach wiederholen und an sich selbst arbeiten. Das Training gibt hier hauptsächlich Anregungen und dient zur Kontrolle durch die Reflexion durch einen Trainer oder durch die Mitspieler. Man selbst sieht seine Fehler nicht.
Wie schreibt Martin Koch in seinem Buch "Das Boulespiel" so schön: Verwechseln sie Stil nicht mit Macke. Ein eigener Stil ist die Variation des Richtigen, ein Fehler bleibt ein Fehler auch wenn man ihn ständig wiederholt.



[cs 24.12.2009]
 
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